Geschichte

Im Jahr 1864 gründete der dreiunddreißig Jahre alte Sattler Carl Heinrich Gläser in Dresden eine Werkstätte für den Bau von Kutschwagen und Schlitten. Aufgrund der Qualität der Produkte gehörten schon ein Jahr später der Königliche Marstall und das Königliche Oberstallamt zu den festen Kunden. Heinrich Gläser durfte sich "Königlicher Hofwagenbauer" nennen.

Die Rohbauten für die Kutschen bezog er von Friedrich August Emil Heuer in Radeberg. Weil Gläser keine Kinder hatte, setzte er Heuer als seinen Nachfolger ein, der 1902 die Geschäftsführung übernahm.

1902 entwickelten und bauten Gläser und Mitinhaber Heuer ihre erste Automobilkarosse für das noch junge Unternehmen „Mercedes“. 1903 erhielt die Firma das Dekret zur Führung des Prädikates „Königlicher Hofwagenbauer“. 1925 begann die Entwicklung und Produktion von Autos mit abnehm- und einklappbaren Dächern.

Eine schwierige Zeit des Wiederaufbaus folgte dem 2. Weltkrieg. Das Unternehmen wurde 1946 enteignet und nationalisiert. Die Betriebe in Dresden und Radeberg wurden 1953 in „VEB Karosseriewerke Dresden“ umbenannt.

1967 verließ die letzte Cabriolet-Karosserie das Werk in Dresden. Von 1956 bis 1991 wurde hauptsächlich der „Wartburg“ in unterschiedlichen Modellen und Varianten produziert.

Die Privatisierung des Unternehmens durch die Schnellecke Gruppe  fand 1994 statt. Im Jahr 1996 wurde das neue Presswerk bei der Karosseriewerke Dresden GmbH in Radeberg eingeweiht.

Zum Zeitpunkt der Übernahme war KWD noch am Standort Dresden-Klotzsche tätig, der allerdings durch den geplanten Flughafen-Ausbau keine Perspektive mehr hatte.

Bis 1996 wurden Presswerk und Rohbau in Radeberg neu errichtet und der Standort verlegt. Mit einer übernommenen Mannschaft von rund 270 erfahrenen Karosseriebauern gelang es KWD sehr rasch, sich als Lieferant hochwertiger Karosserie-Einzelteile und -Baugruppen zu etablieren und einen Kundenstamm renommierter Automobilhersteller zu gewinnen, darunter VW, Porsche, Audi und Daimler.

Das Wachstum beruht aber auch auf der internationalen Expansion. KWD wuchs über die Grenzen Sachsens hinaus. Ab 1998 entstanden Schwesterbetriebe in Wolfsburg, Spanien, Portugal, Tschechien und in Dalian in China.